|

Das Steuerberaterbüro Helma Geiger war bei technischen Neuerungen immer vorne mit dabei. Es begann 1975 mit einer Buchungsmaschine, die mit Lochstreifen arbeitete. Die gingen jeweils ans Rechenzentrum in Nürnberg, nach einer Weile bekam der Steuerberater die Auswertung zurück. Eine Art Kassette war Übergangsmedium zum Modem. 1992 stand in der Kanzlei der erste Personal Computer mit sagenhaften 100 Megabyte. (Damals waren 40 MB üblich). Auch wenn die Software aus heutiger Sicht zu wünschen übrig ließ – für jede Zeile musste umständlich eine Kennziffer eingegeben werden – waren die Geigers glücklich über die Neuerung. Aber wehe, wenn bei der Kennziffer ein Tippfehler drin war . . .
Seit 1998 sind alle Computer vernetzt, vieles ist einfacher geworden, gespeicherte Daten können im nächsten Jahr wieder abgerufen werden. Dafür wird das Steuerrecht immer komplizierter. Der Steuerberater kann nicht unmittelbar nach der ersten Sitzung eine Prognose abgeben. Kann das Ergebnis schon gar nicht, wie früher, im Kopf ausrechnen. Wer seine Steuererklärung selbst erstellt am eigenen Computer, wird das auch gemerkt haben: Mehrmals im Jahr ist eine Aktualisierung der Software nötig, um die vielen Änderungen nicht außer Acht zu lassen.
««« nach oben »»»
|
 |